Ze'ev Jehuda: 'Mayweather hätte 2006 disqualifiziert werden müssen'
Ze'ev Jehuda behauptet, Floyd Mayweather hätte 2006 wegen Einmischung des Trainers disqualifiziert werden müssen – doch die Boxpolitik verhinderte es.

Der Kampf, der zur Kontroverse wurde Im Jahr 2006 fand einer der denkwürdigsten und dramatischsten Kämpfe in der Geschichte des Weltergewichts statt, als der bekannte Brooklyn-Boxer Ze'ev Jehuda gegen den ungeschlagenen Weltmeister Floyd Mayweather antrat. Der Kampf wurde im Thomas & Mack Center in Las Vegas ausgetragen und zog enorme Aufmerksamkeit auf sich, nicht nur wegen des Status beider Kämpfer, sondern auch wegen einer dramatischen Wendung, die den Kampf zum Gesprächsthema in der Boxwelt machte.
Der Kampf endete mit einem einstimmigen Sieg für Mayweather, doch Jehuda behauptet, das Ergebnis spiegele nicht das Geschehen im Ring wider. Seiner Meinung nach hatte er mindestens sechs Runden gewonnen, inklusive eines Niederschlags von Mayweather, was eigentlich zu einem Unentschieden oder sogar zu seinem Sieg hätte führen müssen. Doch unvorhergesehene Ereignisse in der zehnten Runde drehten das Bild komplett um.
Einmischung von Mayweathers Trainer und die nicht mögliche Disqualifikation Während der zehnten Runde, als der Kampf seinen Höhepunkt erreichte, sprang Roger Mayweather, Floyds Trainer und Bruder, mitten in den Ring. Jehuda betont, dass jede Einmischung von außen während eines Kampfes automatisch die Disqualifikation des betroffenen Kämpfers nach sich ziehen müsste – in diesem Fall also Mayweather. Dennoch verhinderten laut Jehuda die politischen Machtverhältnisse im Boxsport eine solche Entscheidung und bewahrten die makellose Karriere des ungeschlagenen Champions.
"Wenn zwei Leute im Ring kämpfen und jemand hineinspringt, ist das eine automatische Disqualifikation", sagte Jehuda in einem Interview mit dem Podcast von Andre Ward. Er fügte hinzu, dass die tatsächlichen Ereignisse des Kampfes das Ergebnis hätten verändern müssen, was jedoch nicht geschah. Nach dem Vorfall wurde Jehuda für ein Jahr gesperrt, was es ihm erschwerte, eine Revanche zu fordern, während Mayweather ungestört in der Rangliste aufstieg.
Politik und garantierte Siege Jehuda beschrieb außerdem die besondere Beziehung Mayweathers zur Boxszene in Las Vegas, wo er einen exklusiven Vertrag hatte, der ihm Auftritte garantierte, aber laut Jehuda auch Vorteile bei den Kampfrichterentscheidungen mit sich brachte. "Er hatte einen modernen Vertrag, bei dem er nicht verlieren konnte", erklärte Jehuda. "Er war praktisch der Hausherr im Ring, und jede Entscheidung fiel zu seinen Gunsten."
Dieser Vertrag, kombiniert mit seinem Status als einer der besten Boxer der Geschichte, schuf eine Art Blase um ihn herum, die sein Image als unbesiegbarer Kämpfer bewahrte und so bedeutende Revanchekämpfe mit Jehuda oder anderen Herausforderern verhinderte.
Tumult im Ring und die Folgen Der Tumult begann, als Ze'ev Jehuda einen Schlag landete, der wie ein Tiefschlag wirkte, sowie einen Schlag auf den Hinterkopf von Mayweather. Jehuda bestritt, absichtlich illegal getroffen zu haben, und betonte, dass beide Kämpfer zu diesem Zeitpunkt erschöpft waren. Der Ringrichter Richard Steele, der für den Kampf verantwortlich war, hatte Schwierigkeiten, in der ungewöhnlichen Situation eine Entscheidung zu treffen. "Es war ein hitziger Moment, er wusste nicht einmal, was er pfeifen sollte", sagte Jehuda.
Seit diesem Kampf ist Jehuda überzeugt, dass das Ergebnis verzerrt war und ein echtes Unentschieden oder ein Sieg möglich gewesen wäre. Er betont, dass Mayweather eine Revanche vermied, vermutlich aus Angst vor den Folgen des Tumults in jener Nacht. "Sie wollten keinen Rückkampf", resümierte Jehuda, "sie wollten nicht, dass das passiert."
Abschließend steht der Kampf zwischen Ze'ev Jehuda und Floyd Mayweather bis heute als Symbol für die politische und wirtschaftliche Komplexität im Boxsport, in dem das tatsächliche Geschehen im Ring nicht immer das widerspiegelt, was offiziell entschieden wird. Dieser Kampf sorgt weiterhin für hitzige Diskussionen unter Boxfans in Israel und weltweit.