Miki Dursman: Der Mann, der Hapoel Holon zur Meisterschaft führte und neue Wege ging
Vor 18 Jahren führte Miki Dursman Hapoel Holon zur historischen Basketball-Meisterschaft. Heute spricht er über Erfolg und Zukunft.

Der historische Erfolg von Hapoel Holon In der Saison 2007/08 gelang Hapoel Holon ein beispielloser Erfolg im israelischen Basketball: Der Gewinn der Ligat HaAl-Meisterschaft nach einem Finalsieg gegen Maccabi Tel Aviv im Final Four. Dieser Triumph war besonders bedeutend, da er die Serie von 14 aufeinanderfolgenden Meistertiteln von Maccabi Tel Aviv – einem der dominantesten Teams des Landes – beendete. Miki Dursman, der in jener Saison sowohl Eigentümer als auch Trainer war, leitete ein einzigartiges Projekt, das ein gerade erst aus der National League aufgestiegenes Team zur Meisterschaft führte. Eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte, die im israelischen Basketball nur selten vorkommt.
Dursmans Weg – Zwischen Basketball und Immobilien Miki Dursman, heute 61 Jahre alt, ist hauptberuflich Immobilienunternehmer, und Basketball war für ihn nie die Hauptquelle seines Einkommens. Dennoch investierte er viel in den Aufbau eines qualitativ hochwertigen Kaders, der außergewöhnliche Erfolge ermöglichte. Dursman war eine besondere Persönlichkeit, da er nicht nur das Team trainierte, sondern auch das wirtschaftliche und professionelle Projekt hinter dem Verein leitete. Nach dem Meistertitel entschied er sich, die finanzielle und organisatorische Verantwortung abzugeben und sich auf die Jugendabteilung von Hapoel Holon zu konzentrieren, wo er seit vielen Jahren als Vorsitzender und sportlicher Leiter tätig ist. Dursman brachte in die Jugendabteilung denselben Geist von Exzellenz und Überzeugung ein, mit dem Ziel, der lokalen Basketballmannschaft eine vielversprechende Zukunft zu sichern.
Das Erbe von Holon und sein Einfluss auf den israelischen Basketball Der Meistertitel von Holon markierte einen bedeutenden Paradigmenwechsel im israelischen Basketball. Dursman betont, dass Hapoel Holon seit diesem Sieg nicht mehr als Underdog wahrgenommen wird und zu einem der führenden Vereine im Land gehört. Das Projekt bewies, dass man keinen riesigen Etat braucht, um gegen große und etablierte Clubs zu bestehen und erfolgreich zu sein. Dursman brachte eine Geisteshaltung von Glauben, Entschlossenheit und harter Arbeit ein und zeigte, dass auch ein Team mit vergleichsweise kleinem Budget die Giganten schlagen kann. Das Vermächtnis, das er hinterließ, ist nicht nur ein Meistertitel, sondern ein mentaler Wandel in der Liga und die Fähigkeit Holons, jeder Mannschaft ein ebenbürtiger Gegner zu sein.
Gedanken zur Zukunft und möglicher Comeback Obwohl inzwischen fast zwei Jahrzehnte seit diesem magischen Moment vergangen sind, schließt Dursman eine Rückkehr ins Trainer- oder Managementgeschäft nicht aus. In einem exklusiven Interview gesteht er, dass ihn „manchmal das Basketball-Fieber packt“ und er die Atmosphäre und das Adrenalin auf dem Spielfeld vermisst. Gleichzeitig betont er, dass er es nicht eilig hat zurückzukehren und lieber mit der Jugend verbunden bleiben und die nächste Generation fördern möchte. Dursman teilte auch seine Erfahrungen bei Maccabi Tel Aviv, wo ihm gesagt wurde, dass jeder Trainer sein Assistenzteam selbst auswählt – ein wichtiger Punkt, der die Bedeutung eines professionellen und unterstützenden Umfelds für den Erfolg eines Trainers unterstreicht.
Miki Dursman ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit in der Geschichte des israelischen Basketballs, dessen Einfluss bis heute spürbar ist. Seine Geschichte zeigt, wie eine klare Vision, unerschütterlicher Glaube und Entschlossenheit selbst gegen starke und etablierte Gegner einen entscheidenden Wandel bewirken können. Der Erfolg von Holon in der Saison 2007/08 wird immer als Symbol für ein außergewöhnliches Projekt und ein Vermächtnis gelten, das einen tiefen Eindruck im lokalen Basketball hinterlassen hat.